TSV Dachau 1865

Spurs atmen auf

Aufatmen bei Trainer Werner Mühling und den Spurs-Verantwortlichen: Die 1865-Basketballer haben mit eines ihrer besten Spiele in dieser Saison einen noch dazu klaren Überraschungserfolg bei München Basket gelandet. Das 81:67 (43:33) bedeutete zugleich, dass die Dachau Spurs nun bei den Siegen (5) wieder mit den Niederlagen gleichgezogen haben und sich erstmal ein beruhigendes Polster zu den abstiegsgefährdeten Mannschaften verschafft haben.
Wobei: Wenn die Korbjäger von der Jahnstraße so auftreten wie am vergangenen Samstag, dann gehören sie ohnehin ins obere Drittel. „Das war eine klassische Mannschaftsleistung, jeder hatte seinen Anteil an diesem Erfolg“, lobte denn auch Coach Werner Mühling. Sein Team hatte über sehr weite Strecken den Plan in die Tat umgesetzt, „den Ball möglichst lang in unseren Händen zu halten“, wie sich Mühling freute. „Dadurch haben wir es oft geschafft, unsere Größenvorteile unter dem Korb auszunutzen.“
Das geduldige Offensivspiel der 65er hatte weitere Vorteile. So erarbeiteten sich die Dachauer nicht nur gute Abschlüsse, sondern auch noch gute Reboundpositionen. In der Offensive waren die Spurs aus Dachau gerade unter dem Korb häufig nur mit Fouls zu stoppen, wurden immer wieder an die Freiwurflinie geschickt. Und hätten sie hier eine halbwegs normale Quote erreicht, wäre sogar ein noch höherer Sieg im Bereich des Möglichen gewesen: Von 37 Versuchen fanden allerdings nur 18 ihr Ziel – nicht einmal jeder zweite also.

Letztlich fiel die kleine Freiwurfschwäche aber nicht ins Gewicht. Dafür trafen die 1865er aus dem Feld, allen voran Kapitän Sebastian Hufgard. Der Forward wirft gerne „mit Brett“, und da kommt ihm die Anlage in der ehrwürdigen Halle an der Dachauer Straße 98 mehr als entgegen. Hufgard war mit 18 Zählern Topscorer, darunter vier Dreipunktewürfe, die er allesamt „mit Brett“ erzielte – einen mit der Schlusssirene der ersten Halbzeit.
Die Spurs setzten sich von Minute zu Minute mehr ab, führten drei, vier Minuten vor Schluss mit mehr als 20 Zählern. Erst dann ließen sie die Zügel ein klein wenig schleifen.