TSV Dachau 1865

Basketball Aktuelles

Historischer 61-Punkte-Sieg der Spurs

Ein Regionalliga-Spiel mit über 60 Punkten Unterschied gewonnen zu haben, daran konnten sich selbst die älteren Fans in der Jahnhalle nicht erinnern. Mit dem 114:53 (64:35)-Sieg über die Schanzer Baskets aus Ingolstadt dürften die Basketballer des TSV 1865 Dachau einen neuen Rekord aufgestellt haben.

Der einzige Aufreger an einem höchst unterhaltsamen Basketball-Abend in der Jahnhalle passierte rund zwei Minuten vor Ende der ersten Halbzeit. Ingolstadts Bester, Aufbauspieler Martin Luther Teboh, ließ sich nach einem bis dahin total einseitigen Spielverlauf zu einem Frustfoul an seinem Dachauer Pendant Thomas Pieciak hinreißen. Pieciak revanchierte sich nach dem Schiedsrichterpfiff mit einem kleinen Schubser, der den Senegalesen mit dem klangvollen Vornamen völlig ausrasten ließ. Er ging wie eine Furie auf den Playmaker der 65er los, musste von mehreren Mitspielern weggezogen werden. Ja, er beruhigte sich nicht einmal, als ihn die beiden Referees mit einem disqualifizierenden Foul der Halle verwiesen.

Die Spurs rollten indes über die noch sieglosen Schanzer Baskets hinweg, die sich - mit und ohne Teboh - als absoluter Abstiegskandidat präsentierten. Was die Spurs auch versuchten, an diesem Abend gelang alles. Von Ingolstadt kam keine Gegenwehr. Beim Stand von 64:35 war die Partie zur Halbzeitpause längst gelaufen. „Was gut war, ist, dass wir auch in der zweiten Hälfte die Konzentration hochgehalten haben“, freute sich 65er-Coach Werner Mühling. Er erlebte, wie Überflieger Manu Prediger zweimal das Spielgerät spektakulär per Dunking in die Reuse stopfte und sich alle neun eingesetzten Spurs am munteren Scheibenschießen beteiligten. Da war die unschöne Szene kurz vor der Halbzeit fast schon wieder vergessen.

Dachau Spurs – Schanzer Baskets Ingolstadt 114:53 (34:17/64:35/ 85:41)
Spurs: Caleb Willis 29 (5), Manu Prediger 20 (3), Sebastian Hufgard 16, Johannes Schwarz 16, Steffen Haberland 12 (2), Thomas Pieciak 11 (1), Akin Arpac 7, Alex Frey 2, Florian´Widmann 1.


Spurs gegen Schlusslicht Ingolstadt


Nach der Schlappe in der Janos-Belik-Halle im Spitzenspiel bei München-Basket erwartet Coach Werner Mühling mit den Dachau Spurs den Tabellenletzten Schanzer Baskets Ingolstadt am Samstag um 19 Uhr in der Jahnhalle.

Der aktuelle Gegner der 1865-Basketballer. Schanzer Baskets Ingolstadt, hat seine ersten neun Saisonspiele in der 2. Regionalliga verloren. Schon in der vergangenen Saison war die Mannschaft von Trainer Jusuf Dizdarevic nur knapp dem Abstieg entronnen.

Gegen den Tabellenzwölften ist Dachau 65 trotz der Ausfälle Favorit. Weiterhin fehlen werden am Samstag definitiv Karol Firek (verletzt) und Corni Glück (krank). Trainer Werner Mühling hofft, dass keine weiteren hinzukommen. Und dass sich angesichts der vermeintlich leichteren Aufgabe nicht „der berühmte Schlendrian“ in seiner Mannschaft einschleicht.

Im Übrigen sieht er mehr denn je München Basket, vor allem aber den BC Hellenen als Favorit auf Meisterschaft und Aufstieg. Denn die Griechen haben sich weiter personell verstärkt, und auch der 2,10-Meter-Hüne Markus Schmidbauer hat seine Verletzung auskuriert. Zuletzt eilten die Hellenen nach den Niederlagen gegen Dachau und München Basket von einem hohen Sieg zum nächsten. Sie sind jetzt punktgleich mit Dachau und haben damit nur einen Sieg weniger auf dem Konto als der neue Tabellenführer München Basket.


Spurs geht die Puste aus

Am Ende reichte für die 1865-Basketballer nicht ganz. Im Spitzenspiel der 2. Regionalliga verloren sie mit 68:72 (40:35) bei München Basket, obwohl sie zur allgemeinen Überraschung über weite Strecken dieses Derby kontroilliert hatten.


Die rund 100 Zuschauer, darunter viele Fans aus Dachau, sahen auch ein Duell zweier unterhaltsamer Spielmacher. Ein starkes Spiel machte auf Münchner Seite wie erwartet Nicolas Schwartz, der von den Spurs nie ganz in den Griff zu bekommen war. Insbesondere Caleb Willis und Tassilo Matthes kümmerten sich um Schwartz, der am Ende dennoch auf 20 Punkte kam und dazu noch seine Mitspieler gut in Szene setzte.


Trotz des Trainingsrückstands nach krankheitsbedingter Pause machte auch sein Dachauer Pendant Thomas Pieciak ein gutes Spiel. Er entwischte seinem Bewacher – zumeist Schwartz – immer wieder und traf auch aus der Distanz.
Die Spurs leisteten sich zwar zum Verdruss von Coach Werner Mühling in der Offensive immer wieder mal fahrlässige Ballverluste, doch sie arbeiteten gut zusammen und schlossen hochprozentig ab. So war die Pausenführung (40:35) nicht unverdient.


Nach dem Wechsel schafften die Spurs sogar, auf 50:37 zu enteilen. Doch dann kam ein Bruch ins Dachauer Spiel. Das war auch der personell angespannten Situation geschuldet. So musste Caleb Willis in der zweiten Halbzeit käufig als Aufbauspieler ran und fehlte als Scorer auf dem Flügel.
In der 34. Minute glich München erstmals aus und setzte sich schließlich mit einem 8:0-Lauf letztlich vorentscheidend ab (69:61/39.). Den ersatzgeschwächten Spurs ging schließlich die Puste aus.



Spurs fahren zum Spitzenspiel

Die Dachau Spurs treten am Samstag bei München Basket an (19.45 Uhr, städtische Sporthalle an der Dachauer Straße 98). Die beiden Teams führen die Liga mit jeweils sieben Siegen bei nur einer Niederlage an. Tatsächlich sind die Münchner allerdings die einzige noch ungeschlagene Mannschaft der Liga, denn ein Sieg in Leitershofen zum Saisonstart wurde nachträglich wegen eines Meldefehlers aberkannt.

Der Absteiger aus der 1. Regionalliga hat vor allem aufgrund einer hervorragenden Verteidigung bislang alle Begegnungen klar gewonnen. Ein Teil der Spurs-Mannschaft war vor vier Wochen Zeuge, als die Münchner an der Dachauer Straße die hoch eingeschätzten Hellenen mit 75:69 niederkämpften.
„Es war gut, dass meine Mannschaft dieses sehr physische Spiel gesehen haben“, glaubt Spurs-Trainer Werner Mühling. „Da haben sie gesehen, dass man dort nur bestehen kann, wenn man den Kampf annimmt.“

Bei den Spurs werden Aufbauspieler Karol Firek (umgeknickt) und Flügel Corni Glück (krank) fehlen, „zwei enorm wichtige Spieler in unserer Rotation“, wie Mühling betont. Und Spielmacher Thomas Pieciak konnte erst Ende der Woche nach krankheitsbedingter Pause wieder trainieren, ist sicher noch nicht wieder im Vollbesitz seiner Kräfte.


Vorschau: Spurs - Leitershofen

Sorgenfalten machten sich in dieser Woche auf der Stirn von Werner Mühling breit. Die Sorge des Basketballtrainers galt seinen Aufbauspielern. Denn Karol Firek war im Spiel in Landsberg umgeknickt und war ebenso wenig in der Lage zu trainieren wie der grippekranke Thomas Pieciak. Keine optimalen Voraussetzungen für das Heimspiel in der 2. Regionalliga am Samstag, 26. November, gegen die BG Leitershofen/Stadtbergen (19 Uhr, Jahnhalle).

Firek war in Landsberg in der ersten Halbzeit auf einem Fuß gelandet und böse umgeknickt. Zwar wurde er vom Teamkollegen Caleb Willis in der Pause getaped, doch nach wenigen Minuten in der zweiten Hälfte signalisierte Karol Firek seinem Coach, dass nichts mehr gehe. Er dürfte wohl morgen gegen Leitershofen ausfallen. Dafür könnte Thomas Pieciak wieder zum Team stoßen, der in Landsberg krankheitsbedingt gefehlt hatte. Trainieren konnte der 28-Jährige allerdings zuletzt auch nicht.

Dennoch muss sich der Tabellenführer aus Dachau (6:1) gegen den Fünften (4:3) die Favoritenrolle gefallen lassen. „Ein Sieg wäre auch insofern ganz wichtig, weil wir dann einen Samstag später bei München Basket ein echtes Spitzenspiel hätten“, hofft Mühling. Die Münchner haben ja in dieser Saison bisher alle Begegnungen deutlich gewonnen, lediglich aufgrund eines Meldefehlers ein Spiel am „grünen Tisch“ abgeben müssen.

Die zweite Herrenmannschaft von Leitershofen tritt in dieser Saison laut eigener Internetseite „wieder unter dem Aspekt an, möglichst viele Jugendspieler an die 1. Herrenmannschaft heranzuführen.“ Mit 4:3 Siegen haben die Schwaben allerdings auch deshalb einen positiven Quotienten, weil eben die Niederlage gegen München Basket nachträglich in einen 20:0 umgewandelt wurde.

Mit dem Aufbauspieler Daniel Nimphius und dem Amerikaner Quentin Tucker haben die Kangaroos zwei starke Rückraumspieler.